Zentrumsentwicklung
Spreitenbach

Fragen und Antworten zur Zentrumsentwicklung

Ende September haben die Gemeinde Spreitenbach und der Bauherr Credit Suisse Real Estate Fund Interswiss (CS REF Interswiss), ein Immobilienfonds der Credit Suisse AG, die Pläne für die Zentrumsentwicklung Spreitenbach vorgestellt. Erste Reaktionen und Fragen aus der Bevölkerung konzentrierten sich auf die Themen Wachstum, Hochhäuser, Etappierung und Buslinienführung. Zu diesen Punkten finden sich unten kurze und bündige Antworten.



Spreitenbach wächst sehr schnell. Wie kann es dieses Wachstum verdauen?

Mit der Räumlichen Entwicklungsstrategie verfügt die Gemeinde Spreitenbach über ein aktuelles und sehr gutes Planungsinstrument. In diesem sind alle Aspekte berücksichtigt, die es braucht, um das sich abzeichnende Wachstum zu bewältigen – bis hin zu Themen wie Schulraumplanung und Verkehr. Die Zentrumsentwicklung kann in Etappen erfolgen, sodass sie sich an die Gemeindeentwicklung anpassen lässt.


Wie ist sichergestellt, dass in den neuen Hochhäusern keine sozialen Probleme und Sozialkosten für die Gemeinde entstehen?

Die vorgesehenen Mietwohnungen sind im mittleren bis höheren Preissegment angesiedelt. Es ist im eigenen Interesse des Eigentümers/Bauherrn, dass die Hochhäuser gut funktionieren und solvente Mieter darin leben. Der Bauherr hat bereits bei der Renovation des Shoppi-Hochhauses bewiesen, dass er solche Aufgaben im Griff hat.


Liesse sich das Zentrum nicht auch mit niedrigeren Häusern realisieren?

Es geht darum, das knappe Gut Boden an zentralen und gut erschlossenen Orten wie Spreitenbach sinnvoll und dicht zu nutzen. Hochhäuser ermöglichen eine solche Nutzung und gewährleisten gleichzeitig genügend Frei- und Grünräume für die Bevölkerung. Wird die gleiche Nutzungsdichte in niedrigeren Gebäuden realisiert, bleibt kaum Freiraum übrig.


Wieviel Schatten werfen die neuen Gebäude?

Die Bauherrschaft hat zum Schattenwurf der neuen Hochhäuser erste Studien durchgeführt. Diese zeigen, dass kein übermässiger Schattenwurf entsteht. Im aktuellen Planungsstand sind weitere Beschattungsstudien noch nicht sinnvoll, da die Lage der weiteren Gebäude innerhalb der vorgesehenen Baufelder noch variieren kann. In den nächsten Planungsschritten (insbesondere Gestaltungsplan) wird das Thema Schattenwurf detailliert untersucht. Grundlage dafür sind die baurechtlichen Vorgaben der Gemeinde Spreitenbach.


Wann ist Baubeginn? Wie ist die Etappierung vorgesehen?

Der Baubeginn hängt davon ab, wie rasch die verschiedenen Planungs- und Bewilligungsphasen durchlaufen werden können. Der Bauherr geht davon aus, dass ein Baubeginn der ersten Etappe ca. 2020/2021 realistisch ist. Die Realisierung soll aufgrund der Grösse des Projekts in zwei Etappen erfolgen.


Wo werden die Buslinien genau verkehren?

Die Buslinienführung hat nichts mit der Zentrumsentwicklung zu tun. Es ist ein Thema, dass die Gemeinde zurzeit mit dem Kanton Aargau klärt.

Planungsteam

Architektur/Städtebau
Ruprecht Architekten GmbH /
Blue Architects AG

Freiraum
Balliana Schubert, Landschaftsarchitekten AG

Verkehr
stadt raum verkehr, Birchler + Wicki

Raumplanung (Gesamtleitung)
Planwerkstadt AG, Raumplanung Prozesse Städtebau